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Friday, 19 November 2010

Torres del Paine National Park, Chile (E)


Most of the travellers on the ship were planning on trekking the “W”, one of South America‘s most famous treks in Torres del Paine National Park that looks like the letter W on the map. We disembarked the ship and met again later that day to discuss our plans. With Marleen & Anna from Holland and Toby from Australia I found three people with the same plans and we teamed up to hike & camp in the national park for five days.
The organisation took us much longer than we initially thought and combined with the fact that we found an excellent Pizza place, we decided to stay in Puerto Natales for another day. Once all the camping gear, food and transportation was organised, we prepared our backpacks and enjoyed a good night’s sleep in a comfortable bed.

We were picked up by a minibus early next morning and brought into the national park where we set up our tents and walked about eight hours to see the famous towers from up close. The impressive panorama of the towers and the green lake was well worth the effort and we stood there for a long time enjoying the view. Unfortunately the weather was not that good for taking pictures but we were glad we could walk the first stage of our trip without any rain or strong winds. Tired from climbing the mountain, we cooked dinner and went straight to bed.

The second day promised a walk around several lakes through beautiful scenery but it would be very tiring, as we had to carry all our gear (approx 15 kilos) to the next campsite. Weather & landscape were perfect and we managed to complete this leg of the trek in about seven hours. Our camp for the night, "Campo Italiano", is a very basic campsite without any infrastructure other than a little shelter where people can cook and eat. We prepared a huge pan of spaghetti and went for another early night as the chilly wind forced us into our tents.

Day three started promising with more blue sky and less wind. That day’s trek would be an easy one with only 3 hours walking up the “French Valley” to see the 360 degrees mountain panorama and another 2.5 hours back down to the campsite. We managed to reach the viewpoint in time for lunch and enjoyed the amazing views of mountains, forests and glaciers before heading back down to our tents. As we were early enough and still quite energetic, we quickly packed our gear and walked another two hours to the next campsite to shorten the next day’s leg as well as enjoying better amenities. We definitely preferred having showers & toilets and we even had a heated kitchen to cook and rest while the cold Patagonian wind made for a freezing night in the tent.


Perfect weather and postcard scenery at Valle del Francés
(click to enlarge)


We started our fourth day after a cold, sleepless night and with all our muscles aching from the previous tiring days. As the weather turned worse, we decided to spend another night in the same camp and finish the last leg of the W doing a seven hours day-hike without our full gear. This meant we would not have much time to see the main attraction of this day, the Grey Glacier, as we had to return to our camp for dinner. The hike was very enjoyable and we stopped many times to have a quick chat with other Navimag-passengers who were hiking the same leg that day. Glacier Grey was impressively big but the grey lake, grey glacier and grey sky meant there wasn’t much interesting to spend hours looking at. We returned to the camp and finished walking the 76 kilometers in four instead of the planned five days. We celebrated this achievement together with other travellers with some red wine in the camping kitchen.

It started raining during the night and we were glad we wouldn’t have to hike on day five. We packed our wet gear and headed for the boat and bus trip back to Puerto Natales, where another Pizza and hot showers were waiting for us.


With Toby, Anna & Marleen in front of the torres

Navimag Passenger reunion

Tuesday, 16 November 2010

Navimag Fähre nach Südpatagonien, Chile (G)


Ein weiteres Mal überquerte ich die Grenze nach Chile über einen spektakulären Pass mit viel fotogener Landschaft. Nach sieben Stunden Fahrt erreichte ich Puerto Montt, eine wichtige Hafenstadt im Norden Patagoniens und Ausgangspunkt für Fährverbindungen auf die nahe gelegene Insel Chiloé und den Süden Patagoniens.

Das erste meiner Dates war ein kurzes Wiedersehen mit Ulli & Suse, die einen Tag früher in Puerto Montt ankamen und auf Chiloé weiter wollten. Die beiden holten mich am Busbahnhof ab, wir gingen zusammen die Stadt anschauen und kochten Abends leckeres Essen im Hostel.

Am nächsten Morgen wartete das nächste Date auf mich, ich hatte mich nämlich trotz hoher Preise für die Schifffahrt von Puerto Montt nach Puerto Natales im Süden Patagoniens entschieden und musste mich nun um 10 Uhr früh beim Fährterminal einfinden.

Die viertägige Fahrt wird von der Reederei Navimag mit dem Schiff “Evangelistas“ durchgeführt, einer Fähre, die Fracht und Passagiere auf offener See und durch unzählige enge Kanäle und Fjorde Patagoniens befördert. Die Fahrt sollte gemäss Plan um 14 Uhr beginnen aber aufgrund des schlechten Wetters wurde es dann Mitternacht bis wir den Hafen verliessen. Zu meiner grossen Freude durfte ich anstatt im gebuchten 42er-Zimmer in einer konfortablen 4er-Koje schlafen, da das Schiff nicht voll ausgebucht war. Gleich lernte ich viele andere Reisende kennen und wir verbrachten die vielen Stunden auf der Fähre mit Kartenspielen, Kinofilmen und bei schönem Wetter auf Deck. Zwei Guides hielten Vorträge über Flora & Fauna Patagoniens und wir durften jederzeit zum Kapitän auf die Brücke, um ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Am letzten Abend wurde ein Bingoabend organisiert und anschliessend tanzten wir uns in der Bar die Beine wund.

So wurde uns auf der langen Reise kaum langweilig, auch weitere Verspätungen brachten uns nicht aus der Ruhe. Einzig die 18 Stunden auf offener See mit bis zu 6 Meter hohen Wellen verlangte uns einiges an Durchaltewillen ab und die mitgebrachten Pillen gegen Seekrankheit wurden rege eingenommen.
Ein Highlight der Fahrt war nebst den vielen uns begleitenden Delfinen der Abstecher zum Gletscher “Iceberg“, der sich über mehrere Kilometer in einen Fjord schlängelt. Die Gletscherwand ist dutzende Meter hoch und uns wurde die enorme Grösse erst richtig bewusst, als das Beiboot zum Gletscher fuhr, um etwas Eis für die Bar zu organisieren. Die Relation ist auf dem folgenden Bild zu sehen – das ca. 4 Meter lange Boot ist als kleiner schwarzer Fleck im Wasser zu erkennen.


Da das Wetter oft schlecht war, wuchs unsere Verspätung auf 24 Stunden an. Wir freuten uns über die zusätzliche Nacht auf dem Schiff und erreichten Puerto Natales nach 4,5 Tagen auf der Evangelistas bei Sonnenschein und dem wie erwartet starken Wind Patagoniens.





Wednesday, 3 November 2010

Pucón, Chile (G)


Ulli & Suse haben mir noch einen guten Reisetip mit auf den Weg gegeben – im Chilenischen Seengebiet solle es einen aktiven Vulkan geben, den man besteigen und dann runter schlitteln könnte. So stand für mich klar, dass Pucón meine nächste Destination sein würde. An die langen Busfahrten in Südamerika habe ich mich langsam gewöhnt und so überstand ich die zehn Stunden Busfahrt ohne Probleme.

Je näher ich Pucón kam, desto grüner und hügeliger wurde die Landschaft und schon bald befand ich mich inmitten der idyllischen Seenlandschaft Chiles. So einiges erinnerte mich hier an die Schweiz; da standen Holzchalets direkt am Ufer der klaren Bergseen, Tannenwälder bedeckten die Hügel und in der Ferne waren Schneebedeckte Berge zu sehen.
Pucón selbst liegt am Villarrica See auf 220 Metern über Meer und lebt hauptsächlich vom Tourismus. Im Winter wird hier Ski gefahren und im Sommer locken diverse Extremsportarten sowie Ausflüge in die umliegenden Nationalparks. Das Markenzeichen Pucóns ist aber zweifelsohne der 2‘840 Meter hohe Villarrica Vulkan, der majestätisch hinter dem Örtchen thront und eine konstante Dampfwolke ausstösst. Im momentanen Chilenischen Frühling ist er noch in eine dicke Schneeschicht eingepackt, was meine Vorfreude aufs schlitteln noch mehr steigerte.


Gleich nach meiner Ankunft sicherte ich mir einen Platz für die Vulkantour am folgenden Tag, da die Wetterprognosen danach Regen und Sturm versprachen. Nach der Anprobe der wetterfesten Kleidung organisierte ich noch Kraftnahrung für den strapaziösen Aufstieg und versuchte noch einige Stunden Schlaf zu erhaschen.
Am nächsten Morgen um 6:30 Uhr gings dann los, um den Vulkan möglichst früh und bei gutem Wetter zu erklimmen. Unsere 11er-Gruppe wurde auf vier Guides aufgeteilt und wir fassten Rucksäcke, Eispickel, Steigeisen sowie den Po-Rutscher (-Schlitten). Per Bus wurden wir zum Fusse des Vulkans auf 1‘200 MüM gefahren, wo die Wanderung begann. Die ersten zwei Stunden führten uns an Skipisten entlang durch ziemlich nass-weichen Schnee und waren recht einfach zu bewältigen. Bei einer kurzen Pause konnten wir das fantastische Panorama geniessen, bevor uns die Guides durch ein steileres Stück führten. Während der nächsten guten Stunde kamen auch die Eispickel zum Einsatz, um zusätzliche Stabilität zu geben, da der Schnee auf dieser Höhe um einiges härter und rutschiger war.
Wir stoppten ein weiteres Mal um uns zu erholen und behielten den Gipfel stets im Auge, da sich dort in der Zwischenzeit eine kleine Wolke gebildet hatte. Wir wurden angewiesen uns wärmer anzuziehen, um für den Fall eines plötzlichen Wetterumschwungs gerüstet zu sein und prompt setzte dieser auch ein. Innert weniger Minuten bildeten sich direkt vor unseren Augen aus dem blauen Himmel dichte Wolken und es fing an zu stürmen. An einen Aufstieg zum Kraterrand war nicht mehr zu denken und so mussten wir uns 30 Minuten vor erreichen des Gipfels für den Abstieg bereitmachen.

Dieser führte zuerst einige Höhenmeter zu Fuss hinunter, bevor wir uns auf den Plastikschlitten setzten und die ca. 1‘200 Höhenmeter ins Tal rutschten. Die Rutschpartie machte riesig Spass und nach einer Weile kamen wir auch wieder unter der Wolke hervor, wo sich uns eine schier unendliche Weitsicht über die Seenregion präsentierte.

Perfektes Wetter beim Aufstieg


Plötzlicher Wetterumschwung

Erschöpft von diesem ereignisreichen Tag ruhte ich mich erstmal etwas aus und unternahm auch am nächsten Tag nicht viel, da in der Nacht starker Regen einsetzte. Mit einigen Reisenden vom Hostel ging ich auf eine kurze verregnete Wanderung und bestaunte später den schwarzen Sandstrand am Lago Villarrica. Die Wetterprognose für die nächsten Tage war alles andere als erfreulich und ich entschied, mich auf den Weg über die Grenze ins Argentinische Seengebiet zu machen.

Sonnenuntergang am Lago Villarrica

Sunday, 31 October 2010

Santiago & Valparaiso, Chile (E)

Miners rescue capsule in front of La Moneda, Santiago

The ride over the pass to Chile was another highlight of my trip through South America with stunning landscape of green valleys, barren canyons and snowcapped mountains. At the border post on the Chilean side of the pass I had to endure the thorough searches for fruits, cheese and other forbidden products and the whole procedure took three hours before we were officially “released” into Chile. Another spectacular mountain road led us down to sea level into the capital Santiago de Chile.

I knew the city from my short stopover back in July and therefore made my way to Moai Viajero Hostal where I spent four nights during my first visit. The employees of this hostel are amongst the friendliest hosts I came across on this trip so it was clear that I would return there when in Santiago. The pleasant spring climate made sightseeing very enjoyable and I spent two days walking around the city centre and the Bellavista neighbourhood with its colourful houses and relaxed atmosphere. The evenings and nights were spent enjoying Santiago’s nightlife with some of the hostel employees.

Barrio Bellavista



As mentioned in my last entry I was expecting Ulli & Suse to arrive in Santiago on their way hitchhiking down Chile and Argentina. I picked them up in their hostel and we moved over to “my” place as I could strike a good deal for a triple room. By now I knew the city quite well and could therefore act as a city guide showing them the highlights of Santiago. We spent three days together, two of them in the capital city. The third day we took a bus to Valparaiso, an important seaport north of Santiago with interesting colourful houses built on various small hills. There was a big live concert that evening where we could get a taste of local Chilean music before we had to head to the bus station to catch the last bus back to Santiago. There our paths parted again and I made my way down south towards the Chilean Lake District.

Valparaiso

Valparaiso mirrored port

Wednesday, 20 October 2010

San Pedro de Atacama, Chile (G)


Von der Anden-Hochebene ging es auf Chilenischer Seite steil bergab auf knapp 2‘500 Meter über Meer in die Atacama Wüste. Uns fiel sofort auf, dass die Strassen in Chile viel besser unterhalten werden und auch sonst bemerkt man den Unterschied zwischen dem armen Bolivien und dem wohlhabenden Chile an jeder Ecke.

Wir wurden direkt zur Chilenischen Zollstation gefahren, wo wir die obligaten Stempel in den Pass bekamen und unsere Rucksäcke auf Früchte, Nüsse und andere verbotene “Substanzen“ durchsucht wurden. Wie erwartet wurden sie bei uns nicht fündig und wir konnten unsere Fahrt in den Wüstenort San Pedro de Atacama fortsetzen. San Pedro ist das touristische und wirtschaftliche Zentrum der Atacama Wüste, laut Wikipedia die trockenste Wüste der Welt. Reisebüros, Restaurants und Bars prägen das Stadtbild, die Häuser sind traditionell einstöckig und aus Lehmziegeln gebaut.

Wir entschlossen uns, die lokalen Touren-Anbieter nicht mit unserem Geld zu beglücken (Hostel & Essen waren uns dank Chilenischen Preisen schon teuer genug) und die geplanten Ausflüge auf eigene Faust zu unternehmen. So war ich die nächsten drei Tage ausschliesslich mit einem Mountainbike unterwegs, was nach der langen Sportfreien Zeit mal wieder richtig Spass machte. Am ersten Tag radelten Claudia, Joanna und ich nachmittags los, um uns das nahe gelegene “Valle de la Luna“ (Tal des Mondes) anzuschauen. Der Name ist hier Programm - Unterschiedlichste Gesteinsformationen und Sanddünen in der vegetationsarmen Wüste lassen einen glauben, sich auf einem fremden Planeten oder eben Trabanten zu befinden. Böse Zungen behaupten, eine gewisse Grossmacht habe hier 1969 die Mondlandung gefilmt ;-)
Wir genossen die Stille der Wüste, die wir den ganzen Nachmittag für uns alleine hatten. Abends kamen dann die Tourbusse angefahren und wir entschlossen uns umzukehren. Bei einem guten Glas Wein und einer Empanada (gefüllte Teigtasche) liessen wir den Tag ausklingen.

Valle de la Luna

 Claudia & Joanna

Am nächsten Morgen brachte ich Claudia und Joanna zum Busbahnhof und war anschliessend zwei Tage alleine unterwegs. Mit Mountainbike und Wasservorrat zog ich los, die umliegenden Täler und Hügel zu erkunden und stiess dabei auf viele schöne Dörfchen und eindrückliche Canyons.

Die Zeit in San Pedro verging wie im Fluge und schon wartete ein neues Reiseland auf mich. Nach einem kurzen Abstecher nach Argentinien werde ich aber wieder nach Chile zurück kommen, um mir mehr von diesem interessanten Land anzuschauen. Gemäss provisorischer Reiseplanung werde ich die Grenze dieser beiden Länder etwa fünf Mal überqueren.



Friday, 8 October 2010

Sucre & Potosí (G)


Eigentlich wollte ich die Strecke nach Sucre ja durch den Tag zurücklegen, um möglichst viel von der Landschaft mitzubekommen. Leider stellte sich heraus, dass von La Paz aus nur Nachtbusse in die verfassungsmässige Hauptstadt im Süden Boliviens fahren. So begab ich mich also abends zum Busterminal und gönnte mir den Luxus eines “Cama“ Busses, dessen Sitze riesig gross sind uns sich fast horizontal herunterklappen lassen. Ausgeruht erreichte ich Sucre und fand auch gleich ein einfaches Hostel.

Ich war froh, genügend Schlaf abbekommen zu haben, da ich auch gleich aufbrach, um mir den sonntäglichen Markt im 64 Kilometer entfernten Tarabuco anzusehen. Nach knapp zwei Stunden Fahrt im Sammeltaxi erreichte ich das kleine Dorf, dessen Strassen komplett vom Markt eingenommen waren. Nach Tarabuco kommen jede Woche Händler von nah und fern, um ihre Waren zu verkaufen. Neben Nutztieren, Landwirtschaftlichen Werkzeugen und allerlei Essen wird dort auch viel touristischer Krimskrams verkauft. So decken sich auch die meisten anwesenden Touris mit günstigen Alpaca-Pullovern, Kappen und Handschuhen ein.
Sucre selbst ist durchaus sehenswert – die Gebäude der alten Kolonialstadt sind fast ausschliesslich weiss gestrichen und auf dem schönen Hauptplatz kommt man einfach in Kontakt mit der lokalen Bevölkerung. So verbrachte ich weitere zwei Tage in Sucre mit Sightseeing, Kaffe trinken und der Planung der kommenden Wochen in Chile & Argentinien. Langsam zog es mich gen Süden, da ich die verbleibenden zwei Monate meiner Reise noch einiges vor habe und die beiden Länder unzählige Attraktionen bieten.


Vor dem Grenzübertritt nach Chile warteten aber noch zwei Stationen in Bolivien auf meinen Besuch. Vorerst ging es weiter nach Potosí, mit 4‘000 MüM eine der höchst gelegenen Städte der Welt. Potosí war aufgrund der reichlich vorhandenen Silbervorkommen einst einer der bedeutendsten Orte auf unserem Planeten und tausende Bergarbeiter schürfen noch heute im “Cerro Rico“, dem reichen Berg, nach dem mittlerweile nur noch spärlich vorhandenen Silber. Auf einer Tour in eine der Minen oberhalb der Stadt bekamen wir hautnah zu spüren, wie hart das Leben unter Tage ist. Die Arbeiter schürfen mit einfachsten Werkzeugen und ungenügender Ausrüstung nach dem Edelmetall, die Stollen sind schlecht bis gar nicht belüftet und nur notdürftig gesichert.

 Wir konnten während einer Pause mit einigen Arbeitern diskutieren und erfuhren viel über ihren Alltag im Stollen. Während wir zusammen Cocablätter kauten (ein traditionelles Hilfsmittel gegen Hunger und Erschöpfung), erzählten sie viel über ihre Arbeit und freuten sich über die mitgebrachten Geschenke wie z.B. Cocablätter, Getränke und Dynamit für zukünftige Sprengungen. Der Besuch der Mine war sehr eindrücklich aber auch ziemlich erschütternd. Es ist zu hoffen, dass sich die Arbeitsbedingungen der Bergarbeiter in naher Zukunft verbessern.

Mit diesen Eindrücken verliess ich Potosí in Richtung Uyuni, wo eine weitere organisierte Tour durch die Salzwüste und zu hoch gelegenen Lagunen auf mich wartete.

Wednesday, 7 July 2010

Osterinsel / Rapa Nui / Easter Island (G)



Nach meinem kurzen Aufenthalt in Neuseeland sollte es nun an einen der abgelegensten Orte auf dem Planeten gehen – die Osterinsel im Südostpazifik. Die knapp 4‘000 Einwohner zählende Insel liegt 3‘500 bis 4‘000 Kilometer entfernt von den nächsten bewohnten Orten Tahiti und Chile.

Doch zuerst erlebte ich am 22. Juni 2010 mit ca. 40 Stunden den längsten Tag meines bisherigen Lebens. Der Flug von Auckland nach Santiago führte über die Datumsgrenze und so kam ich in Chile an, bevor ich in Neuseeland losgeflogen bin ;-)
Das hat dann auch mich etwas verwirrt und mein Schlafverhalten war empfindlich gestört – das Einzelzimmer in Santiago kam so sehr gelegen und ich haute mich auf’s Ohr, bevor es am nächsten Tag gleich zurück zum Flughafen ging. Nach weiteren 5,5 Studen Flug erreichte ich spät abends die Osterinsel und fand auch gleich ein Zimmer in einer “Residencia“, einer privaten Unterkunft, die drei Zimmer für Touristen anbietet.

Die Hauptattraktion der Insel sind die 700+ Moais, Steinskulpturen, die über die ganze Insel verteilt stehen und liegen. Über Herkunft und Zweck der bis zu 20 Meter hohen Statuen sind sich weiterhin nicht alle einig, sie wurden wohl zu Ehren verstorbener Angehöriger der verschiedenen Clans errichtet und während Kriegen unter den Clans umgestossen.



Während einer eintägigen Tour lernte ich einiges über die Geschichte der Insel und ihrer lebenden und steinernen Bewohner. An den Wänden des Vulkanes “Rano Raraku“ bestaunte ich die Steinbrüche mit dutzenden halbfertigen Moais und solcher, die zum Abtransport bereit standen, als die Produktion bei Ausbruch der Kriege abgebrochen wurde. Die restlichen drei Tage erkundete ich die Insel zu Fuss, erklomm den wohl eindrücklichsten Vulkan “Rano Kau“, der 320 Meter aus dem Meer ragt. Sein enormer Krater ist mit Regenwasser gefüllt und an einer Seite eingebrochen, wordurch sich eine schöne Aussicht auf den dahinter liegenden Ozean ergibt.

Ansonsten hatte ich genügend Zeit, mir das einzige Dorf Hanga Roa anzuschauen, wo ich auch das WM-Spiel Chile-Spanien anschaute und mit den Chilenen das Weiterkommen feiern durfte. Bei einem Spaziergang am Hafen entdeckte ich dann noch zwei Riesenschildkröten beim Schwimmen und Sonnen.


Von der Osterinsel ging es dann wieder zurück nach Santiago, wo ich mir noch drei Tage die Stadt anschaute und mit Chilenen vom Hostel ausging, bevor mich der vorerst letzte Flug rauf nach Quito (Ecuador) führte.