Tuesday, 16 November 2010
Navimag Fähre nach Südpatagonien, Chile (G)
Ein weiteres Mal überquerte ich die Grenze nach Chile über einen spektakulären Pass mit viel fotogener Landschaft. Nach sieben Stunden Fahrt erreichte ich Puerto Montt, eine wichtige Hafenstadt im Norden Patagoniens und Ausgangspunkt für Fährverbindungen auf die nahe gelegene Insel Chiloé und den Süden Patagoniens.
Das erste meiner Dates war ein kurzes Wiedersehen mit Ulli & Suse, die einen Tag früher in Puerto Montt ankamen und auf Chiloé weiter wollten. Die beiden holten mich am Busbahnhof ab, wir gingen zusammen die Stadt anschauen und kochten Abends leckeres Essen im Hostel.
Am nächsten Morgen wartete das nächste Date auf mich, ich hatte mich nämlich trotz hoher Preise für die Schifffahrt von Puerto Montt nach Puerto Natales im Süden Patagoniens entschieden und musste mich nun um 10 Uhr früh beim Fährterminal einfinden.
Die viertägige Fahrt wird von der Reederei Navimag mit dem Schiff “Evangelistas“ durchgeführt, einer Fähre, die Fracht und Passagiere auf offener See und durch unzählige enge Kanäle und Fjorde Patagoniens befördert. Die Fahrt sollte gemäss Plan um 14 Uhr beginnen aber aufgrund des schlechten Wetters wurde es dann Mitternacht bis wir den Hafen verliessen. Zu meiner grossen Freude durfte ich anstatt im gebuchten 42er-Zimmer in einer konfortablen 4er-Koje schlafen, da das Schiff nicht voll ausgebucht war. Gleich lernte ich viele andere Reisende kennen und wir verbrachten die vielen Stunden auf der Fähre mit Kartenspielen, Kinofilmen und bei schönem Wetter auf Deck. Zwei Guides hielten Vorträge über Flora & Fauna Patagoniens und wir durften jederzeit zum Kapitän auf die Brücke, um ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Am letzten Abend wurde ein Bingoabend organisiert und anschliessend tanzten wir uns in der Bar die Beine wund.
So wurde uns auf der langen Reise kaum langweilig, auch weitere Verspätungen brachten uns nicht aus der Ruhe. Einzig die 18 Stunden auf offener See mit bis zu 6 Meter hohen Wellen verlangte uns einiges an Durchaltewillen ab und die mitgebrachten Pillen gegen Seekrankheit wurden rege eingenommen.
Ein Highlight der Fahrt war nebst den vielen uns begleitenden Delfinen der Abstecher zum Gletscher “Iceberg“, der sich über mehrere Kilometer in einen Fjord schlängelt. Die Gletscherwand ist dutzende Meter hoch und uns wurde die enorme Grösse erst richtig bewusst, als das Beiboot zum Gletscher fuhr, um etwas Eis für die Bar zu organisieren. Die Relation ist auf dem folgenden Bild zu sehen – das ca. 4 Meter lange Boot ist als kleiner schwarzer Fleck im Wasser zu erkennen.
Da das Wetter oft schlecht war, wuchs unsere Verspätung auf 24 Stunden an. Wir freuten uns über die zusätzliche Nacht auf dem Schiff und erreichten Puerto Natales nach 4,5 Tagen auf der Evangelistas bei Sonnenschein und dem wie erwartet starken Wind Patagoniens.
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hoi Beat! Merci, dass uns doch no ufklärt hesch über die 2 Dates! Mir händ jo scho alli afo spekuliere ;-)
ReplyDeleteIdrüglich isch au das Bild vo dere gigantische Gletscherwand!! Hammer! Witer so :-)
Grüessli
Sina
beat, gueti idee mit dr fähri! het sich jo schwer glohnt oder?
ReplyDeletenur schad, dassi nid als erschte ha chönne drischriebe - i mein i ha jo no dr tipp geh gha... tja.
bisch eigentlich im casa lili iquartiert?
und jo, natürlich sin d bildli super! i hätt no meh gstuunt, wennis nid scho kennt hätt, höhö.
ReplyDeleteHoi Luki,
ReplyDeleteIch möcht au gern eso Krass sii wie Du und scho alles gsee ha - Respekt!
Ins Casa Lili hets nümm glängt, mir sin ins erschte Hostel ufem Wäg vo dr Fähri iizooge (Dos Lagunas). I ha nach dr Wanderig im Torres del Paine Nationalpark grad no e Daag Fuulänze praktiziert und gueti Pizza gässe. Hüt gohts denn witer zum Perito Moreno Gletscher...
ReplyDeleteGruess und merci für's läse und kommentiere!
Beat
dr perito moreno isch absolut übergeiltschösstöndersupermegapoooooooah... ha mi nach 6 stund sattluege immer nonig chönne erhole wo wieder e brocke abegheit isch...
ReplyDeletein dr fahrt zum perito moreno muesch denn links sitze, denn gsehsch guet use...
ReplyDeleteUnd uf der Fähri zrugg muesch denn uf Deck 3 die zweiti Schissi vo links bruuche, well die Spüelig ziet am beschtä und der Gschmagg isch formidable ...
ReplyDeletealso wenn me scho in mim name schriebt, denn miesst me wenigstens au d homepage überneh, denn au dött gits schöni bildli zum aluege uss däm gebiet.
ReplyDeletei wird dr verdacht nid los, dass do e gwüsse niid mitschwingt - zuedem kenni nur eine wo so frieh am morge scho im gschäft isch.
die "h" wo dr beat zviel macht, machsch du zwenig...