Friday, 8 October 2010
Sucre & Potosí (G)
Eigentlich wollte ich die Strecke nach Sucre ja durch den Tag zurücklegen, um möglichst viel von der Landschaft mitzubekommen. Leider stellte sich heraus, dass von La Paz aus nur Nachtbusse in die verfassungsmässige Hauptstadt im Süden Boliviens fahren. So begab ich mich also abends zum Busterminal und gönnte mir den Luxus eines “Cama“ Busses, dessen Sitze riesig gross sind uns sich fast horizontal herunterklappen lassen. Ausgeruht erreichte ich Sucre und fand auch gleich ein einfaches Hostel.
Ich war froh, genügend Schlaf abbekommen zu haben, da ich auch gleich aufbrach, um mir den sonntäglichen Markt im 64 Kilometer entfernten Tarabuco anzusehen. Nach knapp zwei Stunden Fahrt im Sammeltaxi erreichte ich das kleine Dorf, dessen Strassen komplett vom Markt eingenommen waren. Nach Tarabuco kommen jede Woche Händler von nah und fern, um ihre Waren zu verkaufen. Neben Nutztieren, Landwirtschaftlichen Werkzeugen und allerlei Essen wird dort auch viel touristischer Krimskrams verkauft. So decken sich auch die meisten anwesenden Touris mit günstigen Alpaca-Pullovern, Kappen und Handschuhen ein.
Sucre selbst ist durchaus sehenswert – die Gebäude der alten Kolonialstadt sind fast ausschliesslich weiss gestrichen und auf dem schönen Hauptplatz kommt man einfach in Kontakt mit der lokalen Bevölkerung. So verbrachte ich weitere zwei Tage in Sucre mit Sightseeing, Kaffe trinken und der Planung der kommenden Wochen in Chile & Argentinien. Langsam zog es mich gen Süden, da ich die verbleibenden zwei Monate meiner Reise noch einiges vor habe und die beiden Länder unzählige Attraktionen bieten.
Vor dem Grenzübertritt nach Chile warteten aber noch zwei Stationen in Bolivien auf meinen Besuch. Vorerst ging es weiter nach Potosí, mit 4‘000 MüM eine der höchst gelegenen Städte der Welt. Potosí war aufgrund der reichlich vorhandenen Silbervorkommen einst einer der bedeutendsten Orte auf unserem Planeten und tausende Bergarbeiter schürfen noch heute im “Cerro Rico“, dem reichen Berg, nach dem mittlerweile nur noch spärlich vorhandenen Silber. Auf einer Tour in eine der Minen oberhalb der Stadt bekamen wir hautnah zu spüren, wie hart das Leben unter Tage ist. Die Arbeiter schürfen mit einfachsten Werkzeugen und ungenügender Ausrüstung nach dem Edelmetall, die Stollen sind schlecht bis gar nicht belüftet und nur notdürftig gesichert.
Wir konnten während einer Pause mit einigen Arbeitern diskutieren und erfuhren viel über ihren Alltag im Stollen. Während wir zusammen Cocablätter kauten (ein traditionelles Hilfsmittel gegen Hunger und Erschöpfung), erzählten sie viel über ihre Arbeit und freuten sich über die mitgebrachten Geschenke wie z.B. Cocablätter, Getränke und Dynamit für zukünftige Sprengungen. Der Besuch der Mine war sehr eindrücklich aber auch ziemlich erschütternd. Es ist zu hoffen, dass sich die Arbeitsbedingungen der Bergarbeiter in naher Zukunft verbessern.
Mit diesen Eindrücken verliess ich Potosí in Richtung Uyuni, wo eine weitere organisierte Tour durch die Salzwüste und zu hoch gelegenen Lagunen auf mich wartete.
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Ciao Beat
ReplyDeleteSo jetzt schrib ich Dir au mol en Kommentar und dismol bini sogar schnäller als dr Luki :-)
Dini Föteli sind ächt dr Hammer!! Und Dini Bricht läse sich au sehr gued... vor allem bi langwilige Arbeitstäg.
Wünsch Dir witerhin e super schöni Reis und chumm gsund widr zrugg.
Liebi Grüess
Sina
Sali Sina,
ReplyDeleteFreut mi, dass Dir mi Blog gfallt!
Und dass Du no vorem Luki dra bisch, isch e riese Leischtig ;-)
Liebe Gruess und bis bald,
Beat
mooohomänt ihr beide, nur wenni mol drei täägli im tessin am wandere bi (und miteme schreckliche muskelkater zrugg chumm), chunnts vor, dassi nid sofort cha reagiere. aber i schliess mi sehr gärn aa und sag dir gärn, dass dini bilder vertrauts schöns uffebeschwöre.
ReplyDeletegueti reis in bella arrrrrgentina
Luki
bisch scho digg am fleischässe?
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